ÖGH 2021

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Handtherapeutinnen und -therapeuten!

Es ist mir eine große Ehre, die diesjährige Klausurtagung in Murau zu organisieren und es wird mir eine besondere Freude sein, Sie bei uns begrüßen zu dürfen.  Nach einigen unerwarteten organisatorischen Hürden ist es gelungen, die Vorbereitungen soweit gut voranzutreiben und durch Ihre zahlreichen Abstracteinreichungen auch ein interessantes Programm zusammenzustellen.

Die Rheumahand und die Endoprothetik der Hand, umreißen zwei urorthopädische Themen, nicht zuletzt durch den Zusammenschluss der beiden Fächer Orthopädie und Unfallchirurgie  zum neuen  Fach Orthopädie und Traumatologie wird sich in Zukunft  kein an der Hand Interessierter, auch vor diesen speziellen Themen verschließen können.

Ihre Einreichungen zeigen, dass die Endoprothetik der Hand bereits in nahezu allen Fächern, die sich mit der Behandlung von Erkrankungen der Hand beschäftigen, angekommen ist. Es haben sich hier Schwerpunkte herauskristallisiert – Es sind dies vor allem  die Endoprothetik der Finger, des Handgelenkes und des Daumensattelgelenkes mit ihren modernen Prothesendesigns, ihren Entwicklungen, den Möglichkeiten der unterschiedlichen Zugangswegen mit ihren Vor- und Nachteilen, sowie den Möglichkeiten der postoperativen möglichst frühfunktionellen  Mobilisierung. Gerade im Blick auf diese komplexen Themen,  war es mir besonders wichtig,  die interdisziplinäre Zusammenarbeit der HandchirurgInnen und der HandtherapeutInnen herauszustreichen. Nur diese enge Zusammenarbeit sichert für die Patientinnen und Patienten den bestmöglichen Therapieerfolg. Auch trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn es um die langfristigen Ergebnissen in der Endoprothetik geht – ein  ganz besonders spannendes Thema!

Mit dem Update Rheumahand, werden namhafte Expertinnen und Experten moderne  Therapiekonzepte präsentieren und gerade auch bei diesem Thema den so wichtigen interdisziplinären Therapieansatz nochmals  in den Fokus nehmen. Nicht zuletzt soll uns ein Überblick über die moderne Basistherapie und ihre Möglichkeiten vor Augen führen, weshalb sich das Erscheinungsbild der „Rheumahand“ in den letzten 20 Jahren doch deutlich verändert hat. Bei aller Euphorie,  ob der neuen medikamentösen Möglichkeiten, darf es uns aber nicht darüber  hinweg täuschen, dass es den besonderen Blick eines erfahrenen Handchirurgen / einer erfahrenen Handtherapeutin  braucht, um für die von einer rheumatischen Krankheit Betroffenen richtig zu beraten und wenn nötig auch rechtzeitig  chirurgisch zu behandeln. Nur so kann es gelingen größeren Schaden zu verhindern, Lebensqualität und Funktionalität zurückzugeben.

VertreterInnen des jungen Forums Handchirurgie haben auch diesmal wieder interessante Präsentationen eingereicht, darüber freue ich mich sehr. Aufgrund des zweigeteilten Programmes und der Unterschiedlichkeit der Vorträge wurden die Präsentationen den passenden Themenblöcken zugeordnet. Als Hommage an unseren Handchirurgischen Nachwuchs ist die Mitbeteiligung am Vorsitz für die Wissenschaftlichen Sitzungen geplant sowie ein Workshop auf der Stolzalpe, der Bezug nimmt auf die polymodalen konservativen Möglichkeiten in der Behandlung der Hand (Manipulativmassage, Fascientechnik, Spiegeltherapie).

 Internationale Gäste geben unserem Symposium ein besonderes Flair. Und auch die erstmalige Verleihung des LEO-Awards macht unser Symposium in Murau Besonders. Dank Dr. Christoph Mittler können sich junge HandchirurgInnen erstmals mit ihren Arbeiten um diese Auszeichnung bewerben. Eine interdisziplinäre Fachjury wird die Einreichungen bewerten und eine Siegerin /einen Sieger ausrufen.

Ich freue mich auf Ihre interessante Vorträge und Ihre sicher ebenso spannenden Diskussionsbeiträge und wünsche mir, dass Sie sich Zeit nehmen um  die Tage und  das Wochenende in Murau beruflich zu nutzen und persönlich zu genießen

 

Herzlich Ihre W.Lick-Schiffer